3. Treffen (Einstieg in die „Burner“)

Hier ein (kurzer!) Bericht vom 3. Treffen der Bürgerliste:

Zunächst war der Massentourismus ein Thema – unter anderem am Beispiel von Baumwipfelpfad und Baumschwebebahn – sowohl bezüglich des unbestreitbaren Nutzens für die Stadt wie auch in Bezug auf Naturschutz und Parkplatzprobleme. Mittlerweile weiß man aus den Tagesthemen, dass die Betreiberin ein drittes Projekt plant.

Hierzu wünscht sich die Bürgerliste, dass man erst belastende Verkehrs- und Parkplatzprobleme löst, bevor weitere Publikumsmagnete dieser Größenordnung geschaffen werden.

Wir haben dann auch erneut über Wege gesprochen, wie man zu den „Dauerbrennern“ einen Konsens erlangen kann.

Am Beispiel des Silberborn-Bades könnte das so aussehen, dass wir die konkreten Zahlen ermitteln (nach Steuern!) und dann versuchen einen Konsens herzustellen. Bürger die das Geld nicht ausgeben wollen, müssten vielleicht mal denen die das Schwimmbad für sich brauchen „offen ins Gesicht sagen“, dass sie dieses Geld trotzdem nicht ausgeben wollen.

Und diejenigen die das Bad für sich brauchen, müssten denen die das Geld aufbringen und das Bad gar nicht brauchen mal genauso offen „ins Gesicht sagen“, dass sie das trotzdem erwarten – und es auch trotzdem angemessen finden. Immerhin finanziert ja jeder Bürger in Bad Harzburg mit seinen Steuern auch die Projekte mit, die ihm eigentlich völlig „wurscht“ sind.

Das könnten auch die Befürworter des Silberbornbades für sich in Anspruch nehmen, wenn sie möchten, dass die Stadt Geld ausgibt, das von einer Mehrheit der Bürger nicht benötigt wird. Andersherum könnten die Bürger die das Bad nicht brauchen sich entscheiden, dass sie denen die schwimmen gehen möchten ihr Schwimmbad gönnen – und sei es im Interesse ihrer Kinder und Enkel, die dort (z.B. im Schulunterricht) schwimmen lernen werden.

Vielleicht findet der eine oder andere Bürger ja auch interessant, dass das Bad „nur“ um des lieben Friedens willen geöffnet wird – weil gesellschaftlicher Konsens nun mal nur so funktioniert.

Ähnlich wird die Bürgerliste übrigens auch mit der Fragestellung „Kunstrasenplatz“ umgehen, denn um es ganz, ganz klar zu sagen: Wir Bürger werden künftig selbst über diese Dinge entscheiden – nicht der Bürgermeister – und auch nicht DIESER Rat.

Nur ein neuer Rat mit anderen Mehrheiten und vor allem mit einem bürgernahen Verhalten zu solchen Themen kann diese Dauerbrenner vielleicht friedlich zu einer endgültigen Entscheidung bringen, die dann nicht mehr alle 2 Jahre zu Streit führt.